Die Warnblinkanlage

(Zur detaillierten Anleitung geht’s hierNachrüstung einer Warnblinkanlage beim Fiat 127)

Die Warnblinkanlage war einer der größeren aber dafür auch einfachen Geschichten.

Den Schaltplan gab es in keinem meiner Bücher, da alle für die erste Baureihe ausgelegt waren und da gab es wohl auch in Deutschland keine Warnblinker. Dafür habe ich einen Plan für den Fiat 126 gefunden und zusammengezeichnet, was ich brauchte.

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Die Relais hatte ich ja bereits montiert und die Funktion grob getestet.

Die Kabel habe ich in Kfz-Qualität bestellt, die Querschnitte großzügig gewählt aber die Italiener waren damals noch großzügiger gewesen, so dass meine Kabelquerschnitte ziemlich dünn erschienen.

Die richtigen Farben erleichtern später die Fehlersuche, also habe ich auch hierauf geachtet.

Vom Motorraum in den Innenraum geht nur eine Öffnung, hier hatte ich noch Platz für meine sechs benötigten Kabel. Mit Isolierband gebündelt sieht das Ganze ordentlich aus.

Das Armaturenbrett bzw. der Instrumententräger war schnell ausgebaut – hier kann ich gleich noch zwei funzelige Birnchen der Instrumentenbeleuchtung wechseln – muss ich nur erst noch besorgen. Jetzt ist mir auch klar, warum die Kontrollleuchte für das Abblendlicht so dunkel ist – das ist gar keine, sondern wird von der Instrumentenbeleuchtung mit erhellt.

Für den Warnblinkschalter musste eine zusätzliche Öffnung in das Armaturenbrett geschnitten werden. Da dieses aus Funier mit Weichfaserunterlage besteht ging das ganz einfach mit einem Teppichmesser.

Eigentlich hätte der Warnblinkschalter ganz nach rechts gehört und der für die Heckscheibenheizung nach links – aber bevor mir etwas abbricht lasse ich das lieber nicht ganz originalgetreu.

Die Anschließerei gestaltete sich dann zwar zeitaufwändig aber einfach. Die durchgezogenen Kabel hatte ich gleich beschriftet, so dass ich nur noch passend ablängen die Stecker vercrimpen musste. Am Warnblinkstecker nochmal kurz nachmessen, welches jetzt die richtigen Anschlüsse waren und dran damit

Masse, Batterieplus und Zündungsplus konnte ich einfach von vorhandenen Anschlüssen holen, indem ich die alten Stecker entfernte und die neuen Kabel mit neuen Steckern dazu crimpte. Für das Batterieplus hatte ich leider zuerst die Sicherung C statt B angezapft, da sich die Sicherung A hinter Kabeln versteckt hatte und ich mich so verzählt hatte.

Hinter den Relais und den Sicherung ist es ziemlich fummelig, aber trotzdem gut zugänglich.

Die Anschlüsse an die Blinker habe ich vorne in der Nähe der Frontblinker vorgenommen, da hier Platz ist und die Kabel gut zugänglich sind. Dadurch wird die Kabellänge zwar nach hinten lang, sollte aber gehen. Beim testen ist mir dann doch ein Masseproblem beim rechten hinteren Blinker aufgefallen. Allerdings tritt dies auch beim normalen Blinken auf – sollte also nicht an der Warnblinkanlage liegen.

Beim Rundgang ums Auto sieht man, dass alles gut funktioniert bis auf den Blinker hinten rechts.

Update: Das Masseproblem ist behoben – ich hatte mir dummerweise Masse über die Heckscheibenheizung geholt – In den Schaltplan schauen statt durchmessen wäre schlauer gewesen. Jetzt geht es perfekt.

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2 Antworten zu Die Warnblinkanlage

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